Ein Abend voller Emotionen

Schaffhauser Nachrichten, 17. Dezember 2019

Markus Wolfahrt und Lisa Stoll stimmten beim Alpynia Adventskonzert in Stühlingen auf eine besinnliche Weihnachtszeit ein.

Für den Stühlinger Pfarrer Karl-Michael Klotz war es vermutlich ein Gefühl, als wären Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf einem Tag gefallen, als er am Samstagabend rund 400 Besucher in der Stadtkirche Heilig Kreuz zum Alpynia Adventskonzert begrüssen konnte. Kurz darauf trat Markus Wolfahrt durch die Kirchenpforte und begann sofort auf seinem Flügelhorn zu spielen. So kennt man den Österreicher Musiker noch von seiner Zeit als Bandleader der legendären volkstümlichen Erfolgsband "Die Klostertaler". Der Österreicher sang aber auch von tausend Jahren Frieden, der grenzenlosen Freiheit und spielte das Lied Viva Montagna aus seiner meditativen Alpynia Produktion, die er während seiner Klostertaler Happy-Power-Zeit als beruhigende Alternative aufgenommen hatte. "Der Produzent Hermann Weindorf hat seinen ganzen Glauben in diese Musik eingebettet", sagte Wohlfahrt im Gespräch mit den Schaffhauser Nachrichten. Als musikalischen Gast hatte Wolfahrt die Wilchinger Alphornsolistin Lisa Stoll eingeladen. Sie war bereits vor fünf Jahren schon dabei, als Wolfahrt in der Wilchinger Bergkirche St. Othmar ein Alpynia Konzert gab. Lisa Stoll genoss sichtlich ihr Heimspiel in der deutschen Nachbargemeinde und plauderte frei von der Klettgauer Seele weg mit vertrauten Publikum.Für besondere Effekte sorgte der Techniker Patrick Roos mit seiner Crew, der das Programm musikalisch halbplayback umrahmte und das Kirchenschiff und den Altarraum mit unterschiedlichen Lichteffekten bestrahlte. Das Konzert war nie zu laut, nicht zu überladen und jederzeit voller Niveau. Wolfahrt war als ehemaliger Messdiener seiner Heimatgemeinde Wald am Arlberg sehr angetan von der neuen Stühlinger Holzkrippe: „So eine schöne Weihnachtskrippe habe ich noch nie gesehen“, sagte Wolfahrt, der die Adventszeit als eine geheimnisvolle Zeit der Hoffnung und Zuversicht sieht.       Emotionale Weihnachten stehen bevor                                         Der 59- jährige Vorarlberger Musiker setzte sich immer wieder in den grossen Ledersessel und erzählte sehr persönliche und einfühlsame Geschichten. Vom neuen Weihnachtsbrauch, dem Friedenslicht, das von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu angezündet wird und von dort in die ganze Welt verteilt wird. Wolfahrt erzählte auch von seiner vor neun Jahren verstorbenen Mutter, wie sie in den Salzburger Bergen als Bauernmagd aufgewachsen ist und wie sehr sie von ihrem starken Glauben an die Muttergottes geprägt war. „Sie hat uns acht Kindern all die Liebe gegeben, die sie in ihrer Kindheit selbst nie erfahren durfte“, sagte Wolfahrt. Das diesjährige Weihnachtsfest wird für ihn besonders emotional werden, da er im Mai auch seine grosse Schwester Vroni nach kurzer schwerer Krankheit verloren hat. Als er für Vroni das Ave Maria spielte, war eine besondere Rührung in der Kirche zu spüren. Danach sang er gemeinsam mit dem Publikum noch ein paar bekannte Weihnachtslieder und stimmte zum Abschluss den Andachtsjodler an, der im 18. Jahrhundert bei einer südtiroler Christmette im Anhang zu einem Hirtenlied entstanden ist. Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für das anderthalbstündige Konzert und forderte von beiden Künstlern frenetisch noch eine Zugabe. Amacing Grace mit Alphorn und Flügelhorn war dann das abschliessende Sahnehäubchen von einem besonderen Adventskonzert.

 

                                                                                                                                                                                              Markus Wolfahrt und Lisa Stoll sorgten beim ihrem Adventskonzert für eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten. 

Nena gab so richtig Vollgas

Südkurier, 15. Mai 2018

 

"Nena war meine Traumfrau als ich 15 war", sagte Nick Savoldi aus Neuhausen am Rheinfall, der damals sein Zimmer mit ihren Postern voll tapezierte. Er war 1983 bei Nena im Zürcher Hallenstadion und war gespannt, was ihn wohl in Singen erwarten würde. Von einem gewaltigen Trommelgewirr angekündigt, kam die deutsche Pop-Ikone kurz nach Neun Uhr zwischen den Bühnenaufbauten der Musiker hervor geschlichen und wurde von den rund 1800 Besuchern frenetisch begrüßt. Nena hat nichts von dem verloren, wodurch sie in den 1980er- Jahren so berühmt wurde und gab gleich Vollgas. "Nur geträumt", das Publikum tobte bereits nach dem dritten Song. Nena sang aber auch gefühlsbetonte Lieder, bei denen sie viel Ehrlichkeit und Leidenschaft zum Ausdruck brachte. Sie bedankte sich auch bei ihren neun Bandmitgliedern mit denen sie seit Jahren auf Tour ist und die ihr wie eine Familie ans Herz gewachsen sind. Während die Band "Weißes Schiff" spielte und der Gitarrist dabei ein bemerkenswertes Solo hinlegte, verschwand Nena von der Bühne bis plötzlich ein Feuerwerk explodierte und sie mit dem Drummer und der Gitarristin auf einem kleinen Podest mitten im Publikum stand. Jolanda war sicher schon bei 20 Nena Konzerten und ist immer noch hellauf von ihrer Musik begeistert: "Sie ist immer noch der gleiche Gispel wie früher". "Genial für eine Oma, so eine Oma hätte ich auch gerne", sagte eine ihrer drei Freundinnen, mit denen Jolanda das Konzert besuchte. Die vier weiblichen Fans sind überzeugt, das Nena heute noch so viel Erfolg hat, weil sie einfach ihrem Stil treu geblieben ist und damit alle Altersklassen anspricht. Der zehnjährige Bub sang in Singen die Songs von Nena genauso mit, wie seine 70- jährige Ur-Uroma. Annette, die mit zwei Kolleginnen vom Bodensee kam und nach einer Stunde vor der Halle frische Luft schnappte, bedauerte, dass das Singener Publikum anfangs nicht so richtig aus dem Busch kam. Nena habe zu viele langsame Balladen gesungen, die man nicht kannte. "Die Leute wollen doch die alten Hits hören" sagte ihre Freundin Andrea. Es schien, als hätten Nena und das Singener Publikum diese kritischen Worte gehört. Als der Hit  "Wunder gescheh´n", aus dem Innenraum erklang, sprangen die drei jungen Frauen auf und mischten sich wieder unter das vergnügte Publikum. Mit Hits wie "Leuchtturm", "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" oder "Nur geträumt" brachte Nena die Halle zum Kochen und als sie bei "99 Luftballons" noch riesige Luftballons ins Publikum warf, zeigte das Publikum, was es wirklich drauf hatte. Sogar die 300 Besucher auf der Empore hielt es nicht mehr auf den einzigen Sitzplätzen. Es gab kein Halten mehr, die Luft brannte und die Halle kochte. Und Nena und ihre Band hatte sichtlichen Spaß daran. Mit unglaublicher Energie tanzte die mittlerweile 58- Jährige auch nach über zwei Stunden noch wie eine 20- Jährige über die Bühne. Mit nicht endenden Zugaberufen bedankte sich das Publikum bei der Popikone und ihrer Band für den tollen Abend. Die Musiker und Nena kamen nochmals und nochmals zurück auf die Bühne. Nach dem einfühlsamen Hit "Ganz viel Zeit" war dann aber Schluss und der Konzerttross mit den großen Nightliner und Sattelschleppern zog am Sonntag weiter ins Allgäu, wo es am Montag in Kempten bereits das nächste Konzert der "Nichts Versäumt Jubiläums-Tour" gibt. "Die meisten Besucher kommen wegen Nenas aufgestellten Art und den Erinnerungen an frühere Zeiten", sagte Gabi Savoldi. Das war sicherlich auch bei Marlen Koch und ihrem Vater Rene Schweizer der Fall, die vor 35 Jahren ebenfalls beim Nena-Konzert in Zürich waren. Das Konzert im Hallenstadion war damals überhaupt das allererste Konzert von Marlen Koch. Ihr Vater musste noch mit, weil die kleine Marlen damals erst 14 war. "Es gibt nicht viele Künstler, die in diesem Alter noch mühelos eine Stadthalle füllen", bemerkte Rene Schweizer, der auch die ganze Organisation in der Singener Stadthalle lobte. "Wir haben Freude" waren sich Vater und Tochter auch bei ihrem zweiten Nena Konzert nach 35 Jahren wieder völlig einig.

 

 

 

 

 

 

Anlässlich ihrem 40- jährigen Bühnenjubiläums ist Nena wieder auf grosser Tour. Die Pop-Ikone gegeisterte in der Singener Stadthalle rund 1800 Besucher.

 

 

 

 

Blasmusik kennt keine Grenzen

Schaffhauser Nachrichten, 29. Dezember 2017

In der Halle der Evangelischen Freikirche in Rafz gab es am späten Sonntagnachmittag ein Doppelkonzert mit der Musikgesellschaft Rafz und dem Musikverein "Harmonie" Lottstetten. Tags zuvor wurde das Konzert bereits in Lottstetten aufgeführt.

Die über 40 Musiker der Lottstetter "Harmonie" wurden in Rafz herzlich empfangen und sorgten mit einer Ouvertüre beim Doppelkonzert gleich für den festlichen Auftakt. Der Musikverein aus der deutschen Nachbargemeinde bot unter der Leitung von Martin Weiss einen anspruchsvollen Musik-Mix aus ihrem vielseitigen Repertoire. Beeindruckend war die Dramaturgie, die das Orchester musikalische bei "Man in the Ice" ausdrückte. Das Musikstück des österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz ist nach einer Dokumentation über die Mumie "Ötzi" entstanden, die nach 5300 Jahren in einem Gletscher gefunden wurde. Dabei legten die beiden Bassisten Karlheinz Abend und Dieter Hartmannsgruber einen gewaltigen Klangboden für die einzelnen Register. Nach dem berühmten Marsch der belgischen Fallschirmjäger bewies der deutsche Musikverein mit dem Medley "Stevie Wonder-ful", dass die Musik von Stevie Wonder auch als Blasmusikarrangement unsterblich ist. Mit der fröhlich verspielten Mani Matter Melodie beendete der Musikverein Harmonie den ersten Konzertteil.

Danke für die Musik

Die Musikgesellschaft Rafz brachte unter der Leitung von Rolf Vetter mit dem Stück "Durch dick und dünn" Fröhlichkeit und Happy-Sound auf die Bühne. Bei den sanft bis rauhen "Irish Dreams" durften sich Jungbläser des Vereins in die Reihen der Aktiven setzen und überraschten mit einer Solopassage. Zwischen den Musikstücken informierte der Conférencier Michael Zürcher die Besucher, was bei der Musikgesellschaft Rafz das Jahr über alles läuft. Der musikalische Höhepunkt des Konzerts war zweifellos der Jubiläumsmarsch "Jubila 2017", den der Rafzer Flügelhornist Paul Baur anlässlich dem diesjährigen 100-Jahr Jubiläum der Musikgesellschaft selbst komponierte und am Sonntag auch dirigierte. Der Abba-Hit "Thank you for der Musik" galt den vielen Helfern und Sponsoren, die das Jubiläumsfest im Sommer ermöglichten. Die Vereinspräsidentin Tanja Hoch ehrte zudem die langjährigen Mitglieder Walter Rutschmann, Fred Sigrist, Yvonne Meier, Peter Firamonte, Peter Bachmann und Willy Schiess. Die Vereinskollegen spielten den Jubilaren das Ständerli "Ein Freund, ein guter Freund". Etwas Melancholie kam beim Polo Hofer Medley auf, als einige der rund 150 Besucher im Gedenken an den im Juli verstorbenen Schweizer Mundartrocker die "Alpenrose" mitsangen. Zum Schluss zogen sich die Rafzer Musiker dicke Wintermützen an und stimmten mit Felice Navidad auf den Advent ein. Als besondere Zugabe kamen dann beide Vereine nochmals auf die Bühne und beendeten mit drei musikalischen Vorträgen das zu jeder Zeit sehr unterhaltsame zweieinhalbstündige Konzert.

Langjährige Freundschaft

Der Musikverein Harmonie Lottstetten ist der einzige deutsche Verein im Zürcher Unterländer Kantonalverband. Auch im Zürcher Blasmusikverband sind sie die Exoten unter 157 Schweizer Vereinen. Die Musikgesellschaft Rafz und der Musikverein "Harmonie" verbindet eine langjährige Freundschaft. In der Chronik der Musikgesellschaft Rafz ist das erste Bild des Vereins abgedruckt, das im Jahr 1920 entstanden ist, als die Musiker auf dem Weg nach Lottstetten waren. Der Lottstetter Verein hatte während dem Krieg harte Zeiten durchlebt. Einige Musiker kehrten nicht mehr heim und die französische Besatzungsmacht beschlagnahmte die Vereinsinstrumente. Dank der Unterstützung der Musikgesellschaft Rafz war der Neuaufbau der Lottstetter Harmonie möglich. Die Teilnahme an einem Internationalen Musiktreffen in Lottstetten im Jahr 1948 war für die Rafzer Musiker auch der erste Auftritt nach dem Zweiten Weltkrieg im Ausland. Die Musikgesellschaft Rafz übernahm auch die offizielle Patenschaft für dien Musikverein Harmonie.

 

 

 

 

 

Die Musikgesellschaft Rafz präsentierte sich beim Doppelkonzert in ihren neuen Uniformen, die sie sich anlässlich des 100- jährigen Jubiläums zugelegt hatten. 

Kastelruther Spatzen sind im Anflug

Bülacher Wochenspiegel, 11. Mai 2016

Kastelruther Spatzen sind im Anflug

 

Am Donnerstag, 19. Mai, 19.30 Uhr, gastieren die Kastelruther Spatzen in Murg im benachbarten deutschen Landkreis Waldshut. Die sieben Vollblutmusiker aus dem Herzen Südtirols sind die erfolgreichste volkstümliche Musikgruppe aller Zeiten. Die Kastelruther Spatzen wurden mit Fünf Goldene Stimmgabeln, zahlreiche Kronen der Volksmusik sowie dem Grand Prix der Volksmusik ausgezeichnet. Keine Band bekam mehr Echos als die Spatzen aus Südtirol. Emotional und ergreifend singen die Spatzen ihre Liede, wobei die einfühlsame Stimme des 56- jährigen Bandleaders Norbert Rier das Markenzeichen ist. Er singt nicht nur von der schönen heilen Welt, sondern auch immer wieder von Alltagshelden oder tragischen Lebensgeschichten und besonderen Schicksalen. "Tränen passen nicht zu Dir" oder "Feuer im ewigen Eis" sind einige der zahlreichen Erfolgstitel. Die Kastelruther Spatzen stehen bei ihren Auftritten auf 100- prozentige Livemusik. Die Band wurde 1983 offiziell gegründet. Neben dem Sänger und Bandleader Norbert Rier sind heute auch noch Albin Gross, Valentin Silbernagel und Walter Mauroner mit dabei. Oswalt Sattler und Andreas Fulterer haben die Band verlassen um eine Solokarriere zu beginnen. Alljährlich veranstalten die Kastelruther Spatzen in ihrer Südtiroler Heimat das Spatzenfest, wozu bis zu 50´000 Besucher kommen. Beim Auftritt in der knapp 1200 fassenden Murgtalhalle bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, die Kastelruther Spatzen einmal hautnah zu erleben.

Die Kastelruther Spatzen sind die erfolgreichste Band aller Zeiten im Bereich der volkstümlichen Musik.

Mit dem Happy Sound der Paldauer in den Mai

Hochrhein Anzeiger, 22. April 2015

Am Vorabend des 1. Mai spielen "Die Paldauer", im Haus des Gastes in Höchenschwand. Das Konzert der erfolgreichsten Schlagerband der Gegenwart beginnt um 20 Uhr, Einlass ist bereits eine Stunde früher. Einmal den Alltag beiseiteschieben, Optimismus tanken und die Gefühle wirken lassen, das ist die Musik der Paldauer. Die Band aus der Steiermark ist seit über 40 Jahren eine feste Größe des deutschen Schlagers und sie sind pausenlos bei ununzähligen Live-Konzerten, Open Air Veranstaltungen, Fanreisen und Fernsehauftritte unterwegs. Die perfekte Bühnenpräsenz und die musikalische Perfektion prägen die Auftritte dieser Band. Neben einfühlsamen, berührenden Liebesliedern machen die Paldauer auch Partymusik, die von ihrem typischen Happy-Sound geprägt ist. Bei ihren Live Auftritten ist nahezu jeder Ton auch tatsächlich live, was heute längst nicht mehr überall üblich ist. Neben großen Hits wie "Tanz mit mir Corina", "Na endlich Du" oder "Sommerwind und Julia" spielt die Band auch immer wieder ihren ganz persönlichen Favoriten: "Der erste Tag nach der Ewigkeit". Durch die einzigartige Mitternachtsshow katapultierten sich die Paldauer bereits vor über 20 Jahren in den Himmel der Unterhaltungsbranche. Ihre Alben erhielten mehrfach Gold- und Platinauszeichnungen, sie bekamen die Goldene Stimmgabel, den deutschen Schlagerpreis und wurden mehrfach Sieger und Jahressieger der ZDF Hitparade. Nachdem die Band in ihren ersten Jahren mehrfach die Besetzung wechselte und überwiegend durch Diskotheken und Festzelte tingelte, ging es Mitte der 80-er Jahre steil bergauf, als die Leadsänger Renato Wohllaib und Didi Ganshofer geholt wurden. Später kamen noch die exzellenten Musiker Manfred Brandstätter und Toni Hofer von der Musikhochschule Graz dazu. Mittlerweile kam Harry Muster für Manfred Brandstätter. Die Musiker bekamen mittlerweile die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Paldau verliehen, wo der Bandleader Franz Griesbacher und sein Bruder Erwin Pfundner vor über 40 Jahren die Paldauer gründeten.  Wie Sebastian Stiegeler vom Tourismus Büro Höchenschwand bestätigte, läuft der Vorverkauf bereits sehr gut.

Die Paldauer spielen sowohl einfühlsame Balladen wie auch Unterhaltungsmusik mit dem typischen Happy-Sound. Die Paldauer von links: Erwin Pfundner, Harry Muster, Renato Wohllaib, Franz Griesbacher, Didi Ganshofer und Toni Hofer.

 

Kathy Kelly heizte mächtig ein

Südkurier, 20. Januar 2014

 

Stühlinger Stadtkirche kochte

 

Ein musikalisches Feuerwerk entzündete Kathy Kelly, die drittälteste Tochter der legendären Kelly Family, in der bis auf den letzten Platz besetzten "Heilig-Kreuz-Kirche" in Stühlingen. Die 50- jährige Vollblutmusikerin, die seit über zehn Jahren solo unterwegs ist, heizte mit ihrer gewaltigen Stimme mächtig ein und füllte das Kirchenschiff mit einem gewaltigen Klangvolumen. Die ehemalige Frontfrau der weltweit erfolgreichen Kelly Family, die in den 90-er Jahren über 20 Millionen Tonträger verkauften, sang englische Gospelsongs, französische Chansons, Irische Folk- Songs und Lieder in deutscher und spanischer Sprache. Dazu begleitete sie sich selbst mit Akkordeon, Gitarre und Geige. An den Keyboards saß der Pianist Andy Recktenwald. Der klassische Höhepunkt des Konzerts war eine Arie aus Giacomo Puttinis Oper "Tosca", wobei ihre ausgebildete Sopranstimme klar zum Ausdruck kam. Der Song "Engelsmensch", von Michael Kraft sang sie in deutscher Sprache. Die leidenschaftliche Musikerin hatte sichtlich Spaß daran, immer wieder mit ihren zarten und kräftigen Tönen zu jonglieren und damit den Liedern eigene Nuancen zu verleihen. Im Chorraum der Kirche genoss der Stühlinger Chor "Voices" das Konzert in vollen Zügen. Als Vorgruppe hatten der Chor das Publikum mit Pop- und Gospelsongs wie "Everything I do, i do it for you", "The lion sleeps tonight" oder "Oh happy day" auf die große Künstlerin eingestimmt. "Der Auftritt der "Voices" war für mich schon ein besonderes musikalisches Erlebnis", schwärmte eine begeisterte Besucherin. Die Dirigentin Melanie Groß hatte die 15 Frauen und sechs Männerstimmen feinstens abgestimmt und war  zusammen mit der Pianistin Julia Müller auch zugleich Frontsängerin. "One Moment in time", von Whitney Houston war bezeichnend für den musikalischen Abend. Viele Besucher genossen den Moment und schwelgten in Erinnerungen an die Kelly Family, obwohl Kathy Kelly mit der Stilrichtung von früher nicht mehr viel gemeinsam hatte. Simone Mattes und Ela Prokop beispielsweise, nahmen einen dreieinhalbstündigen Anreiseweg aus Günzburg in Kauf. "Es hat sich absolut gelohnt", waren sich beide einig, als Kathy Kelly eine mitgebrachte alte CD der Kelly Family signierte. Der Höhepunkt war für sie, als die "Voices" den Erfolgshit der "Kellys", "I wish I were an Angel" sangen und mitten im Lied Kathy Kelly mit ihrer samtroten Jacke zwischen dem Chor auftauchte und mitsang. Auch für die "Voices" war es ein beeindruckendes Erlebnis, zusammen mit Kathy Kelly diesen Welthit zu singen. Am Schluss trat die Powerfrau nochmals zusammen mit den "Voices" auf. Nachdem sie zuvor Halleluja von Leonard Cohen solo gesungen hatte, sollte der Gospelsong  "Amen" das passende Schlusslied im Ambiente der weihnachtlich geschmückten Kirche sein. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations und forderte nach fast drei Stunden lautstark Zugabe. Mit "We are the world", das Kathy Kelly zusammen mit Melanie Groß, Julia Müller und dem "Voices" sang, ging ein beeindruckender musikalischer Abend in der Stühlinger Stadtkirche zu Ende.

Die Vollblutmusikerin und Powerfrau Kathy Kelly überzeugte in allen Belangen beim Konzert in der Stühlinger Stadtkirche.

Einzigartiges Ambiente auf "Albführen"

veröffentlicht am 1. Juni 2012 im "Südkurier" und "Alb Bote".

 

Ein grandioses Klassikkonzert fand auf dem, zum Festsaal umgebauten, Heuboden des Pferdegestüts „Hofgut Albführen“ statt. Auf der Bühne mit dem roten Teppich, dem fünfflammigen Kerzenständer und einem schwarzen Yamaha Konzertflügel standen drei grandiose Musiker und eine Musikerin. Da war der Treverer Violinist Christian Barenius, der schon bei den Wiener Philharmoniker gespielt hat. Am Violoncello der leidenschaftliche KammermusikerChristian Proske. Vom Tonhalle - Orchester Zürich kam Michel Rouilly, der die Viola spielte. Am Klavier die japanische Pianistin und mehrfache internationale Preisträgerin Yoshiko Iwai. Den ersten
Teil des Konzertes widmete sich das Ensemble Wolfgang Amadeus Mozart. Es gelang
dabei, in der Musik des österreichischen Komponisten das scheinbar Leichte,
Eingängige, mit dem musikalisch Schwierigen und Anspruchsvollen zu verbinden.
Das Quartett begann mit einem herrischanmutenden Kopfsatz in Sonatenform, welchem ein inniges Andante folgte. Das Finale war in Rondoform konzipiert. Das
Klavier und die Streichinstrumente verschmolzen dabei zum musikalischen
Hochgenuss, wodurch sich die etwa 100 Besucher in die Zeit des Klassizismus
versetzten. Im zweiten Teil spielte das Klassik Quartett ein Werk von Robert
Schumann, das sich mit einer Stimmungsfülle von ganz besonderer Eigentümlichkeit auszeichnete und sich durch das Durchsetzen der klassischen Sonatenform mit barocken Techniken zusammensetzte. Durch die schwere, melancholische Musik tauchten die Zuhörer in eine schwermütige Gefühlswelt des psychisch angeschlagenen deutschen Komponisten ein. Als Zugabe gab es ein Rondo
von Ludwig van Beethoven. Sehr beeindruckend war das Ambiente des ehemaligen
Heubodens mit der hervorragenden Akustik. An der Decke hing noch die Zange vom
Heuaufzug und die Wände waren säuberlich mit Pferdegeschirr geschmückt. Und
immer wieder wieherte von draußen ein Pferd, als müsste es so sein. Im
Anschluss an das Konzert lud das Hofgut Albführen die begeisterten Besucher zu
einem Aperitif in den Garten des Clubhauses ein.

Ein beeindruckendes Klassikkonzert gab es auf dem "Hofgut Albführen" mit dem Quartett  (von links): Yoshikio Iwai, Christian Barenius, Christian Proske und Michel Rouilly. Sie spielten auf dem, zum Festsaal umgebauten, Heuboden Mozart und Schumann.

Zürcher Zwischenfall bei der SVP-Albisgütlitagung überschattet Eglisauer Erzählnacht

veröffentlicht am 25.01.2011 in den "Schaffhauser Nachrichten"

Bereits vor Beginn der Eglisauer Erzählnacht machte eine aktuelle Nachricht die Runde. Der SVP Nationalrat Hans Fehr, Ehemann der Eglisauer Gemeindepräsident, wurde beim SVP Parteitag in Zürich von linksautonomen Demonstranten niedergeschlagen und dabei verletzt. Trotzdem liess es sich seine Frau, zudem Gründerin der Eglisauer Erzählnacht, Ursula Fehr nicht nehmen, diese Veranstaltung zu besuchen. Ihr Beitrag „Nomen est omen“ wurde dabei eher zur Nebensache. Sie erzählte zudem über den aktuellen Sachstand des Zwischenfalls in Zürich. Den geplanten Besuch der dortigen Reden von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und Christoph Blocher sagte sie ab und begab sich direkt nach der Vorlesung auf den Heimweg. Herbe Kost gab es auch im zweiten Beitrag von Markus Reutlinger. Er erzählte die Geschichte von Theo, der nach dem organisierten Freitod seiner Frau auch den eigenen Tod durch eine Sterbehilfsorganisation wählte. Er erzählte über die Beziehungen zu den Medizinern, zu Gott und über das Abschied nehmen. Er nutzte dabei die Eglisauer Kleinkunstbühne mit dem roten Sessel als Werbeplattform für seine Sterbehilfsorganisation. Genau wie die Zürcher Theatergruppe „Frischfleisch“, die einen Auszug ihres Bühnenprogramms vorstellte und dabei auf eine Veranstaltung in Rorbas hinwies. Der Neu-Eglisauer Grafiker und Schreiber Daniel Leber stellte sein neues Buch vor, dessen Titel schlicht den Namen des umgangssprachlichen norddeutschen Grusses „Moin“ trägt. Immer wieder erwähnt er darin einen gewissen Kehrtunnel von Wassen. Herzhaft erfrischend war die Geschichte der gebürtigen Wilerin Ruth Angst. Sie erzählte im Eglisauer Dialekt in sympathisch, humorvoller Art „Selbsterlebtes“ aus dem Nähkästchen der ehemaligen Nähschullehrerin. Wie sie beispielsweise früher mit dem Fahrrad  zum Unterricht nach Eglisau fuhr. „Ich war schon grün, als es noch gar keine Grüne gab“, war eine ihrer spontanen Einlagen, die sie während der Vorlesung einbrachte. Sie traf immer wieder den Humor der etwa 100 Zuhörer im ehemaligen Volg Lebensmittelladen, den Susanne Bertsch und Ivo Diethelm zum Gastroprojekt umbauen und die Gäste an diesem Abend bewirteten. Auch Verena Uetz erzählte liebevoll aus ihrer Kindheit im Appenzellerdorf Trogen. Wie sie im Jahr 1946 als siebenjähriges Mädchen das Bühnenstück „Frau Holle“ erlebte. Die Eglisauerin Margrit Fröhlich las Kurzgedichte des deutschen Lyrikers F.W. Bernstein, wenn diese auch nicht immer ganz jugendfrei waren. „Aufgrund ihres Alters dürfe sie das“, liess sie es selbstbewusst wissen. Franz Gerber, von Christoph Hagedorn als der Dinosaurier der Eglisauer Erzählnacht bezeichnet, lebt seit nahezu fünfzig Jahren in Eglisau. Er suchte in seiner Berner Geschichte  die Diskrepanz zwischen dem Heimweh nach dem Bernbiet und dem Leben im Eglisauer Ortsteil Tössriedern. In Berndeutsch erzählte er vom Güggel seines Nachbarn Muuser. Markus Matthys las „Selbstgeschriebenes“ über den ehemaligen Töfflifrisierer und späteren Polizisten Roth. Einer der vielen Höhepunkte des Abends war der Vortrag von Maya Jansen über ihren Apfelbaum. Sie brachte die Requisiten gleich mit und machte aus ihrer Geschichte gleich ein Puppentheater. Die vorgegebene Zeit von 10 Minuten, die jeder Leser zur Verfügung hatte,  war für diese Aufführung, die sie „frei Schnauze“ erzählte, eigentlich zu wenig. Den Abschluss der Veranstaltung machte der Wortakrobat Ueli Wagner mit Wortspielen. Die Eglisauer Erzählnacht wurde von Christoph Hagedorn organisiert. Durch seinen selbständigen Handel mit gebrauchten Dekorationsmaterialien fand er den Zugang zur Kulturszene und will mit der Erzählnacht eine Auflockerung im tristen Monat Januar bieten. „Eglisau ist nicht nur durch den Rhein, auch durch  politische, religiöse oder kulturelle Gesinnungen getrennt. Die Erzählnacht soll Gelegenheit bieten, diese verschiedenen Gesinnungen zu vereinen“, so Christoph Hagedorn. Das ist ihm an diesem Freitagabend auch gelungen. Für viele Zuhörer war die Veranstaltung ein gelungener Abschluss einer arbeitsreichen Woche und der nahtlose Übergang in ein erholsames Wochenende.

Die Eglisauer Gemeindepräsidentin Ursula Fehr genoss es sichtlich, in der einzigartigen Atmosphäre der Eglisauer Erzählnacht, ihre Geschichte „Nomen est omen“ vorzulesen

Als Zugabe kam „Delilah“

veröffentlicht am 16.03.2009 im Südkurier und Alb Bote

 

„Lady in black“, der Hit von „Uriah Heep“ wird auf der Lottstetter Kleinkunstbühne  gespielt. Hinter den Drums sitzt kein geringerer als Lee Kerslake, der 35 Jahre der Schlagzeuger jener Band war. In sich gekehrt, mit geschlossenen Augen  singt er den Refrain. Er hat dieses Lied vielleicht schon tausend Mal gespielt. „Die Musik ist ein Teil von seinem Selbst“, liess ein begeisterter Gast verlauten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verwandelte sich das kleine Bistro von Axel Holzscheiter in ein Tollhaus. „Masters Project“ gab eine grandiose Vorstellung. Allen voran Stefan Berggren aus Stockholm, auch Frontsänger bei „Classic Whitesnake“. Er hatte sichtlich seine Freude am Auftritt in Lottstetten. Beeindruckend seine Professionalität und Ausstrahlung, was auf eine grosse Bühnenerfahrung zurückzuführen ist. Die zahlreichen Gäste, die nach Lottstetten gekommen sind, ließen die Musiker von Masters Projekt nach dem Konzert nicht von der Bühne. Berggren kam nochmals alleine zurück und sang  „Delilah“, den Cover-Hit vom „Tiger“ Tom Jones in einer beeindruckenden Art und Weise. Der schweißgebadete Lee Kerslake sang den Refrain des Finalsongs vom Bühnenausgang aus mit. Zuvor  präsentierten die Band Hits wie „Dont break my heart again“ oder „sunrise“, um nur einige zu nennen. Schon beim ersten Song forderte Berggren das Publikum zum Rhythmus auf. So baute sich eine einzigartige Live-Atmosphäre auf und es entwickelte sich ein Konzert, das man in dieser Art nur selten zu hören bekommt. Die klare und gewaltige Stimme des schwedischen Frontsängers, im Hintergrund die Basstimme von Lee Kerslake, Steve Kingston und Mad Sanders an den Gitarren und Jagger Smith am Keyboard – das ist „Masters Project“. „He ist one of the reasons, why we were here“, verwies Stefan Berggreen auf die Freundschaft mit dem Lottstetter Gitarristen Steve K. Kingston, alias Stefan Meier, welche ein Konzert dieser Art erst möglich macht. Das Publikum war meist im gesetzten Alter, viele sind von auswärts gekommen. Sie versetzten sich in ihre Jugend zurück, in der sie von der Musik von „Uriah Heep“ oder „Whitesnake“ sicher ein Teil ihres Lebens begleitet wurden. Nachwuchsmusiker aus der Region - sie wollten die Grossen aus allernächster Nähe sehen. Der Abend im Lottstetter Bistro hat allen Spaß gemacht - den Gästen wie den Musikern.

"Masters Project" gab ein beeindruckendes Konzert in Lottstetter Lotto-Bistro. Von links: Mad Sanders, Stefan Berggren, Lee Kerslake und Steve K. Kingston. Dazu kommt noch Jagger Smith am Keyboard.

"Vorsicht Liedermacher" in Lottstetten

veröffentlicht am 02.04.2007 im Südkurier und Alb Bote

 

Der deutsche Liedermacher Thomas Busse begeisterte in Lottstetten sein Publikum. Der Rheinländer aus Rheydt wurde von  Omnitah, die in Südschweden gross geworden ist,  an Geige, Klavier und mit beeindruckendem Gesang begleitet. Ihr feuriges Temperament rührt vermutlich von ihrem ungarischen Ursprung her. „Vielleicht bin ich nur ein Clown, weil ich in der Muttersprache singe, die man nur selten noch hört“, „Vielleicht bin ich nur ein Clown, weil ich ein Liedermacher bin“. Doch das ein ganz guter. Mit seiner weichen einfühlbaren Herzensstimme vermittelte er den Eindruck, das jeder Silbe ganz tief aus seinem Inneren kommt, die er singt. Immer wieder plauderte er humorvoll aus dem „Nähkästchen“. Von seiner Kindheit, von seiner Zeit als alleinerziehender Vater. Sozialkritische Worte zu den Politikern, zu der Rüstung auf dieser Erde blieben ebenfalls nicht aus. Er bemerkte, dass für die Rüstungsindustrie jährlich eine Billion Euro ausgegeben werde. „Manchmal schäme ich mich, zu dieser Kreation Mensch zu gehören“, so Thomas Busse. „Nie wieder Krieg“, „Ich bin und bleibe ein Kind“ oder „Bleib Dir treu“ gehörten zu seinem Programm „Vorsicht Liedermacher“. Eine Satire zur deutschen Konsummusik brachte er mit dem Song „Ich fahr so gerne nach Herne zu Tante Erne“. Hier zeigte er auf humorvolle Art den grossen Unterschied der deutschen Unterhaltungsmusik zum Liedermacher Thomas Busse. Er vermittelte den Typen Mensch, der gradlinig seinen Weg geht, ohne mit dem Strom zu schwimmen. Sein Motto „Lieber ein schwarzes Schaf, als eine graue Maus“, spiegelte sicherlich die Gefühle eines Grossteils seines Publikums.  Eine Reise durch die Welt der Gefühle, könnte man diesen Abend in Lottstetten nennen. „Es ist ein Geschenk, Menschen zu begegnen, die unsere Gedanken teilen“ so der sympatischer Liedermacher mit der positiven Ausstrahlung. Für das Publikum war es ebenfalls ein Geschenk, diese beiden Künstler erleben zu dürfen. Mit dem Lied „Geh deinen Weg“ schickte er ein rundum zufriedenes Publikum nach fast drei Stunden nie langweilig gewordener Unterhaltung nach Hause.

Der deutsche Liedermacher Thomas Busse begeisterte in Lottstetten sein Publikum. Der Rheinländer aus Rheydt wurde von Omnitah, die in Südschweden gross geworden ist, an Geige, Klavier und mit beeindruckendem Gesang begleitet. Ihr feuriges Temperament rü